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Winter-Halbjahr 2017/2018

Seit 1989 an jedem Sonntag um 14 Uhr
an den "Gorleben-Kreuzen" im Wald

Geleitwort

 

 Gorlebener Gebet – Andachten im Winterhalbjahr 2017/2018

September

03.09.17 Hartwig Drude Dannenberg
10.09.17 Sonja Barthel u. Sven Franke Lüneburg
17.09.17 Helena u. Peter Kritzokat Bad Bevensen
24.09.17 Frauen im Wendland

Oktober

01.10.17 Christian Gohde Dahlenburg
08.10.17 Kirstin Kindermann, Werner Jeberien Lüchow/ Göttien
15.10.17 Sus. Bergengruen/ Konziliarer Prozess Hannover
22.10.17
29.10.17

November


05.11.17 Elisabeth Hafner-Reckers Rehbeck
12.11.17 Cor Smit Lüchow
19.11.17 Iris Koch Lüchow
26.11.17 Steffen Kiesner-Barth Osterwohle

Dezember

03.12.17 Wilma u. Berthold Sturm Trebel
10.12.17 Susanne von Imhoff Vietze
17.12.17 Hartwig Drude Dannenberg
24.12.17 Christa u. Hans-Dieter Kuhl Schreyahn
31.12.17 Silvester 23.30Uhr Elisabeth u. Dieter Reckers Rehbeck

Januar

07.01.18 Wendula Peters Jameln
14.01.18 Lia Jahrens Riebrau
21.01.18 Susanne Ackermann Dannenberg
28.01.18 Brigitte Schenk Lüchow

Februar

04.02.18 Elke Mundhenk Dannenberg
11.02.18 Stefanie Pehlke- Siewert Trebel
18.02.18 Sabeth Kemmler Berlin
25.02.18 Karin Mehnert u. Günther Zessner Quickborn

März

04.03.18 Peter Elster Neuhaus
11.03.18 Hans-Günter Werner Wedel
18.03.18 Martina Lammers Lüchow
25.03.18 Helena u. Peter Kritzokat Bad Bevensen

April

01.04.18 Ostern Hans-Jürgen Wolters Lüchow
08.04.18 Johanna Voß Simander
15.04.18 Kurt Schaefer u. Detlef Michaelsen St. Dionys
Jahresversammlung 15h
22.04.18 Walburg u. Eberhard Simon Dannenberg
29.04.18 Gudrun u. Friedrich Kuhn Rüterberg

Unser Liederbuch ist einzusehen auf unserer homepage
www,gorlebener-gebet.de

 


 

Liebe Freundinnen und Freunde des Gorlebener Gebets!

Henning Mankell, der bekannte schwedische Autor (nicht nur von Kriminalromanen)
schrieb 2015 in seinem letzten Buch „Treibsand“ über seine Gedanken zum
persönlichen Leben - angesichts seiner Krebserkrankung - und über vieles, was ihn
zeitlebens bewegte. Dabei ist der Umgang mit der Atomenergie und dem Atommüll ein
Thema, das Mankell angesichts der Endlichkeit des Lebens immer wieder aufgreift.

Hier einige Sätze dazu:
In dem Urgestein, das für die Endlagerung vorgesehen ist, wird nichts rosten, nichts verwittern.
Dort wird die unmöglichste aller unmöglichen menschlichen Errungenschaften hunderttausende
Jahre überleben... Den Verantwortlichen für die Endlagerung des Atommülls in Schweden ist es
wohl bewusst,wie wahrhaft menschlich es ist, für ein Morgen zu arbeiten. Man wird seine Arbeit
nicht vollendet sehen.Man schmiedet seinen Teil der langen Kette, aus der die Geschichte der
Menschheit besteht... Die Wahrheit über unser Dasein ist immer provisorisch. Was wir gestern
wussten, wird von dem, was wir heute wissen, überholt und verändert. Vielleicht ist die Atomkraft
und ihr Abfall etwas, das in jeder Hinsicht von grundlegenden Mustern abweicht?
Dass Gesellschaften und Zivilisationen nicht aufräumen, bevor sie verschwinden, wissen wir.
Aber noch keine hat Abfall hinterlassen, der für Jahrtausende seine Gefährlichkeit behält...
Haben wir noch Zeit, uns zu besinnen?

Ich weiß es nicht. Aber wie ein Mantra kann ich jetzt zum Schluss nur wiederholen, worauf ich
vertraut habe: Für nichts ist es jemals zu spät. Alles ist immer noch möglich.
Von Franz Alt erschien 2015 das Buch „Was Jesus wirklich gesagt hat“.
Darin geht es nicht es nicht nur um theologisch-kritische Forschung durch
Rückübersetzung vom Griechischen ins Aramäische, der Sprache Jesu, sondern vor
allem um die Aktualisierung der Evangeliumstexte in die heutige Zeit:
Der Kampf gegen die todbringende Atomenergie ist ein Kampf für das Leben. Diese Erkenntnis hat
in Deutschland seit Jahrzehnten hunderttausende Menschen aus Protest auf die Straßen getrieben,
und viele Millionen protestieren heute auf der ganzen Welt gegen AKWs, gegen Castortransporte,
gegen Gentechnik, Klimakiller, Rassismus und Kriege...

Wahrscheinlich wäre Jesus heute bei den Gruppen, die seit mehr als 25 Jahren bei Sonne und
Regen, bei Sturm und Schnee jeden Sonntag im Wald bei Gorleben Gottesdienste gestalten.
Oder er wäre wohl auf einem Greenpeace-Schiff unterwegs, das die Arktis vor dem Zugriff der
großen Ölkonzerne retten will...

Die Anliegen, die uns in den Andachten zum Nachdenken, zum Beten und Handeln
führen, betreffen auch Geschehnisse und Menschen, mit denen wir persönlich
verbunden sind.

So bewegt uns auch sehr die Gefangennahme von Peter Steudtner, der mit
internationalen Gruppen von Menschenrechtlern oft in der „Kurve Wustrow“ Seminare
durchgeführt hat und mit den Teilnehmenden dann immer zum Gorlebener Gebet kam.
Wir denken in unseren Gebeten an ihn und seine Mitgefangenen in der Türkei.
Auch in seiner Berliner Gemeinde, der Gethsemane Kirche, wird für ihn gebetet
an jedem Tag um 18 Uhr. Wir hörten, dass zu diesen Zeiten auch Peter mit Liedern
und Gebeten im Herzen dabei ist.

Wir sind verbunden mit vielen Menschen, die das Gorlebener Gebet mittragen
und mitgestalten.

Auch wer an den Andachten nicht teilnehmen kann, wird gestärkt in dem Wissen:
„Dort ist eine Gruppe von Getreuen, die unsere Irrwege vor Gott beklagt und
um Beistand und Kraft bittet für die Gestaltung einer gerechten Welt.“
So sagte es Helena Kritzokat bei einer Andacht. Und weiter:
„Seit 28 Jahren kommen wir hier an diesen Kreuzen in Gorleben an jedem Sonntag
zusammen.Warum hat sich diese Tradition, dieses Ritual so lange halten können?
Glauben wir an die Macht des Gebets, so dass wir denken, unser Singen und Beten
bewirkt etwas?

Oder kommen wir hierher, weil wir es anders nicht können, weil wir meinen,
etwas tun zu müssen gegen die todbringenden Kräfte? Wie auch immer:
Es tut gut, hier Gleichgesinnte zu treffen. Wir freuen uns über bekannte Gesichter,
und genießen auch das gemeinsame Kaffeetrinken hinterher.

Wie Marianne Fritzen schelmisch meinte:
„Das Kaffeetrinken ist so nett, dafür lohnt sich das bisschen Beten vorher!“
Das wird uns auch im kommenden Winterhalbjahr stärken, um im vielfachen
Widerstand mutig und wirksam zu bleiben.
Wir freuen uns auf gute Begegnungen unter den Kreuzen!

Christa Kuhl

 

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Kontakt:

 


Ökumenische Initiative Gorlebener Gebet
c/o Christa Kuhl, Rundling 12,
29462 Schreyahn
Tel.: 0 58 43/98 64 54
chdkuhl(at)gmx.de
Unser Konto:

F. Drude - Gorlebener Gebet Konto Nr. 6644384, BLZ 250 607 01
bei der Ev. Kreditgenossenschaft (EKK) Hannover

 

Bearbeitet am: 23.09.2015/ad


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